Der Sommer ist da, und zwar so richtig! Viele Werkstätten haben glücklicherweise Schatten durch die umstehenden Bäume, da lässt sich auch jetzt noch gut arbeiten, und auch die Besucher stellen fest, dass der Schatten des Waldes angenehme Kühle verspricht.

Fassade des Glockenturms

Täglich kommen wir voran, erst letzte Woche wurde der Glockenturm geweisselt und das Gerüst abgebaut. Ein echtes Schmuckstück, das ausserdem einen Eindruck davon vermittelt, wie die Fassaden weiterer Gebäude einmal aussehen könnten. Der Glockenturm ist damit fast so etwas wie ein kleiner Blick durchs Schlüsselloch der “Klosterstadt” mit vielen großen, festen Gebäuden, die im Laufe der Zeit hier entstehen.

Auch mit der Scheune geht es voran: Es werden weiterhin Balken behauen und auch die Weiterverarbeitung des Strohs zu Seilen und Dachschauben läuft gut.

Arbeiten am Dach der Drechslerwerkstatt

Die Drechslerwerkstatt, eines der ersten Gebäude, das auf dem Gelände entstand, bekommt ein neues Dach: Wir haben seit dem Bau dieser Hütte viel gelernt, jedes Dach wird ein wenig besser als das letzte, und wir sind  Schindeln für das neue Dach der Drechslerwerkstatt gespalten und gebohrt. In Kürze soll der Torbogen am Obstgarten/Friedhof gesetzt werden, auch dafür laufen die Vorbereitungen, ein Leergerüst wurde aus gekrümmten, dicken Eichenästen hergestellt.

 

 

 

Auf den Feldern ist die Arbeit momentan leider nicht ganz so angenehm… hier spendet kein Baum Schatten: Aktuell läuft die Roggenernte, und da sind die Helfer der prallen Sonne ausgesetzt! Dennoch, alle sind motiviert bei der Sache, versuchen den Vormittag zu nutzen und Pausen einzulegen, danke an alle die uns bei der Roggenernte unterstützen! Denn das Roggenstroh ist unverzichtbar für die Scheune, die mit dem Stroh gedeckt werden soll…

die Steine für den Rundbogen sind fertig behauen

Holzteile für das Lehrgerüst des Rundbogens

das Holzkreuz für den Freidhof/Obstgarten ist fertig und wird am 14.September aufgestellt

 

3 Comments

  • Karin Be sagt:

    So viele Dinge, denen ich in den Pfingstferien beim Entstehen zusah. Der Glockenturm wurde gerade verputzt.
    Ich bin gespannt die Veränderungen mit eigenen Augen in den nächsten Tagen sehen zu können.

  • Sascha E. sagt:

    Ich finde es erstaunlich, was ihr hier macht und auf die Beine stellt.
    Was ich mich allerdings frage: Hätte man zur damaligen Zeit nicht direkt mit der Klosterkirche begonnen? In welcher Reihenfolge hätte man damals tatsächlich gebaut? Und wie habt ihr vor weiter zu bauen? Welche Gebäude werden nach der Scheune in Angriff genommen?

    Dass es hier keinen Zeitplan auf Wochen/Monate/Jahre genau geben kann ist nachvollziehbar, aber es wird ja im Hintergrund schon ein paar Planungen geben, welche Dinge in welcher Reihenfolge kommen sollen.

    Bisher bewegen sich der Garten und Scheune ja tendenziell “rechts unten” auf dem Plan. Wäre es nicht klasse, wenn dann das nächste Großprojekt “links oben” wäre: Also die Küche mit Bäckerei, etc. des Gästehauses. Das könnte man ja dann auch gut für die Verpflegung der Besucher nutzen…

    • Campus Galli sagt:

      Die Bauabfolge ist permanent in der Diskussion. Wichtig sind dabei die Fragen, was wir aktuell brauchen und was ein relativ schlüssiges Gesamtbild abgibt. Zur Scheune wurde schon viel geschrieben, und tatsächlich decken sich hier aktueller Bedarf und Baugeschichte. Scheunen waren beim Neuaufbau (z.B. nach Brandkatastrophen oder Kriegen) häufig die ersten Gebäude, die erstellt wurden.
      Nach aktueller Planung wird dann das Nebenhaus des Abtshauses folgen, in dem eine Küche, ein Lager, eine Stube und Schlafräume vorhanden sind. Das passt zur aktuellen Bauphase (kleines Kloster mit Werkstätten) und ist dennoch bereits ein Element des Klosterplans, also des späteren Großklosters.

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