Eine einzigartige Zeitreise

Bauen wie vor 1200 Jahren.

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Nehmen Sie sich Zeit

Die Uhr läuft hier langsamer und dennoch sind zwei Stunden schnell vorbei, es gibt viel zu sehen! Entlang des Rundwegs begegnen Sie den Werkstätten unserer Handwerker und unserer Landwirtschaft. Im zentralen Bereich des Geländes befinden sich der Abbundplatz und die Holzkirche, hier gibt es immer etwas Neues zu sehen! Nach und nach kommen weitere Baustellen hinzu, kein Besuch ist wie der andere!

Klicken Sie mit der Maus auf die im Plan verzeichneten Symbole und erkunden Sie schon einmal am Computer unser Gelände!


Bienenweide

Bienenweide

Die Bienenweide besteht aus einer Mischung von 60% Kulturpflanzen und 40% Wildarten und entstand in Kooperation mit dem Netzwerk „Blühende Landschaft“. Sie enthält Pflanzen, die ihren Ursprung in Europa haben. Von Jahr zu Jahr verändert sich die Bienenweide. Kleinere Pflanzen werden immer weniger, da sie von größeren verdrängt werden. Ihre Samen finden weder Platz noch Licht. So ist die Samenmischung der Bienenweide auf etwa fünf Jahre ausgelegt.

Feldhütte

Kleiner Sechs-Pfosten-Speicher für die Ernte und das Saatgut. Die Pfosten sind im Feuer geschwärzt, damit das im Boden steckende Holz nicht so schnell verrottet. Überreste solcher Speicher wurden zum Beispiel in Warendorf gefunden. Das Dach ist mit Stroh aus eigener Ernte gedeckt.

Acker

Landwirtschaft

Zu einem Kloster im Mittelalter gehörte auch eine Landwirtschaft. Auch erhielt das Kloster Abgaben von den abhängigen Bauernhöfen (Hufen). Auf einem Hektar Acker wachsen hier in einer Drei-Felder-Wirtschaft diejenigen Pflanzen, die auch schon die Menschen des Frühmittelalters ernährt haben.

Schweine

Obwohl die Benediktsregel den Verzehr von vierbeinigen Tieren eigentlich untersagt, sind Schweine im Klosterplan vorgesehen. Darstellungen aus dem frühen Mittelalter zeigen langhaarige, hochbeinige Schweine. Unsere Schweine sind eine entsprechende Rückzüchtung, die als “Düppeler Weideschwein” bezeichnet wird.

Weberei

Schafwolle wird hier gereinigt, gekämmt und versponnen. Das fertige Garn wird durch Nadelbinden zu Mützen, Socken und Handschuhen oder auf dem Gewichtswebstuhl zu Wolltuch verarbeitet. Gefärbt wird die Wolle mit Brennnessel, Färberkamille, Färberkrapp etc. Diese Pflanzen waren auch im frühen Mittelalter verfügbar. Auch der auf dem eigenen Gelände angebaute Flachs (Leinen) wird hier verarbeitet.

Gallus Eremitage und Schreiner

Holzhandwerker (Gallus-Eremitage)

Die Eremitage wurde zum 1400-Jahres-Jubiläum der Ankunft des Heiligen Gallus in St. Gallen gebaut. Sie wurde auf Basis archäologischer und historischer Kenntnisse errichtet und soll zeigen, wie die Eremitenzellen ausgesehen haben könnten, in denen Gallus und seine Gefährten im Arboner Forst gelebt haben. Diese Eremitensiedlung bildete die Keimzelle, aus der das Kloster und später auch die Stadt St. Gallen entstanden. Nach Ende des Gallus-Jubiläums wurde die Eremitage dem Campus Galli geschenkt. Die Gebäude werden von den Holzhandwerkern und vom Küfer genutzt. Im hinteren Gebäude sind die Hühner untergebracht.

Töpferei

Der Töpfer stellt Krüge, Kannen und andere Aufbewahrungs- und Trinkgefäße für die anderen Mitarbeiter her. Er verwendet Ton der direkt bei uns auf dem Gelände zu finden ist. Der Brand geschieht im Töpferofen neben seiner Werkstatt oder im Grubenbrand.

Schmied

Schmiede

Der Schmied repariert und schmiedet in seinem Grubenhaus Werkzeuge und Beschläge für die Baustelle. Ein großer Teil des Werkzeugs kann hier hergestellt werden, jedoch wird auch handgeschmiedetes Werkzeug zugekauft. Im Halbdunkel seiner Werkstatt kann der Schmied die Farbe des glühenden Werkstückes und damit die Temperatur gut beurteilen.

Korbmacher

Korbmacherei

Der Korbmacher stellt Körbe aus Weiden her. Sie werden für den Transport und die Lagerung von Lehm, Schutt, Wolle etc. gebraucht. Mitunter ist der Korbmacher auch auf dem Gelände unterwegs, um Wände und Zäune zu flechten.

Kräutergarten

Heilkräutergarten

Der Heilkräutergarten enthält Kräuter, die eine medizinische Wirkung haben. Sie alle sind im Klosterplan verzeichnet. Um die Zeit der Entstehung des Klosterplans verfasste der Reichenauer Mönch Walahfrid Strabo ein Lehrgedicht über Heilpflanzen („Hortulus“).

Wallhecke

Wallhecke

Die Wallhecke besteht aus zwei 50 Zentimeter tiefen Gräben und einem Wall von einem Meter Höhe mit einer Benjeshecke (Totholzhecke). Die Bauweise ist vergleichbar mit den Landwehren der früheren Zeit. Diese werden auch in den Kapitularien der Karolingerzeit erwähnt.

Museumspädagogik

An diesem Platz finden unsere museumspädagogischen Programme statt. Hier gibt es auch einen Lehmofen und eine Kochstelle, sodass im Rahmen der Programme auch das Mittagessen selbst zubereitet werden kann.

Holzkirche & Glockenturm

Die Holzkirche ist mit einem Grundriss von 6 x 12 m und einer Höhe von 9 m das erste größere Gebäude, das auf dem Gelände errichtet wurde. Der Innenraum wurde durch Chorschranken abgeteilt. Für die Dachdeckung wurden über 14.000 Schindeln verwendet. Der angrenzende Kreuzgang lädt zum Ruhen und Verweilen ein. Im Turm hängt die Glocke, welche 2018 auf dem Gelände gegossen wurde. Sie wird täglich kurz nach 13 Uhr geläutet. Auch ein Klangbrett, die „Tabula“, befindet sich im Turm. Sie wird für die Mitarbeiter 4 x am Tag, jeweils zum Arbeitsbeginn und Arbeitsende geschlagen.

Bienenstock

Bienen

Eine Bienenzucht ist zwar nicht auf dem Klosterplan verzeichnet, aber wegen dem Wachs für die Kerzen und dem Honig als Süßstoff waren die Bienen sehr wichtig. In den Klotzbeuten leben Bienenvölker der friedlichen und wenig schwarmfreudigen Kärntner Biene (Carnica).

Ziegen

Ziegen und Schafe

Die Tiere lieferten den Mönchen u.a. Milch, Wolle und Pergament (die Haut der Tiere). Bei uns auf dem Gelände halten sie auch Unterholz und Unkräuter nieder.

Schindelmacher

Schindelmacherwerkstatt

Der Schindelmacher schlägt oder spaltet die Schindeln aus Fichtenholz, es wurden früher aber auch andere Hölzer wie z.B. Eiche verwendet. Im Mittelalter waren Schindeln auch Abgaben an Klöster. Für einen Quadratmeter Dachfläche werden ca. 50 bis 70 Stück benötigt, daher braucht man pro Dach schnell mehrere Tausend Schindeln. Für das Dach, das den Werkplatz des Schindelmachers auf dem Campus Galli schützt, wurden rund 1400 Schindeln verwendet.

Drechsler

Drechslerei

Die karolingischen Buchmalereien zeigen oft Möbel mit denselben Formen wie die der gedrechselten Möbel der Merowingerzeit, die u.a. in den Gräbern von Oberflacht gefunden wurden. Der Drechsler auf dem Campus Galli stellt mit der Wippbogen-Drechselbank aus frischem Holz Schüsseln, Werkzeugstiele und Möbel her.

Hülbe

Eine mit Ton ausgearbeitete Grube um Wasser zu sammeln.

Markt

Marktplatz

Der zentrale Platz, auf dem die Besucher sich mit Essen und Trinken versorgen können. Er bietet neben einigen Verkaufsständen und Toiletten einen Blick auf den Abbundplatz.

Abbundplatz

Der Abbundplatz

Hier werden Hölzer für die aktuellen Bauvorhaben behauen. Die Holzarbeiter schlagen mit Äxten aus den runden Baumstämmen Balken und stemmen die Holzverbindungen.

Steinmetz

Steinmetzwerkstatt

Der Steinmetz zerkleinert und behaut die Steine, sodass sie für Fundamente und Mauern gebraucht werden können. Für Reliefs und feinere Arbeiten kann der lokale Kalkstein nicht verwendet werden, da er teilweise zu porös ist oder glasig und unregelmäßig bricht. Die Altarplatte der Holzkirche sowie der Rundbogen am Paradiesgarten fertigte der Steinmetz aus Sandstein.

Scheunenplatz

Hier entsteht die Scheune, das bisher größte Gebäude auf dem Campus Galli. Die Grundfläche misst ca. 11 × 21,5 Meter, die Höhe ca. 7,5 Meter. Für die stehenden Hölzer verwenden wir Eiche, das Dachwerk wird aus Fichte gemacht. Das Dach wird mit Roggenstroh gedeckt, welches selbst angebaut und zu „Schauben“ verarbeitet wird.

Paradiesgarten

Für die Umfriedung des Paradiesgartens, der im Klosterplan zugleich als Friedhof und Obstgarten dient, wurden Kalksteine verwendet. Die Mischung des Mörtels wurde nach einem mittelalterlichen Rezept angefertigt. Der Rundbogen wurde aus rotem Sandstein aus Schramberg hergestellt und das Holzkreuz entstand aus einer Eiche, die unweit des Paradiesgartens stand. Der Obstgarten besteht aus 13 verschiedenen Obstbäumen, welche durch ihre Vielfalt das Paradies symbolisieren und nach den Beschriftungen des Klosterplans gesetzt werden.

Gemüsegarten

Gemüsegarten

Der Gemüsegarten befindet sich bereits an dem vom Klosterplan vorgesehenen Platz. Auf 18 Beeten werden Würzkräuter und Gemüsesorten nach den Beschriftungen des Gemüsegartens des Klosterplans angebaut.

Aktionsfläche

Platz für Versuche, Vorführungen oder Kurse

Klosterplan

Übersicht des Klosterplans. Der St. Galler Klosterplan ist die Grundlage unserer Bautätigkeit. Er entstand etwa im Jahr 830 auf der Insel Reichenau und gilt als das älteste Architekturdokument Europas. Der Plan stellt ein Ensemble von Gebäuden dar, das zeigt, wie sich Reichenauer Mönche die räumliche Organisation eines idealen Großklosters vorgestellt haben. Der Klosterplan ist also kein Bauplan im heutigen Sinne, sondern eine Mischung aus Bauplan, Organigramm und kirchenpolitischem Statement.

Bauplatz „Abtsnebenhaus“

Dieses Gebäude entsteht auf Grundlage des Klosterplans. Laut Inschrift befinden sich hier eine Küche, ein Vorratsraum, eine (Bad)-Stube sowie Schlafmöglichkeiten. In einem früheren Baustadium des Klosters könnte es die erste Wohnmöglichkeit der Mönche gewesen sein. Zu einem späteren Zeitpunkt kann es Verwendung als Nebengebäude des Abtshauses finden.

Gruppenangebote und Führungen Hier entlang!

Saison 2021

Öffnungszeiten KlosterbaustelleDas Gelände ist über die Wintermonate geschlossen.

$ Aktuell geöffnet

von Dienstag bis Sonntag
  • Montag: Ruhetag (an bundesweiten Feiertagen geöffnet)
  • 13. Mai bis 30. Oktober 2021: 10:00 bis 18:00 Uhr
  • 31. Oktober bis 07. November: 10:00 bis 17:00 Uhr

Öffnungszeiten BuchungsbüroTel. 07575 / 2061423

$ 09:00 - 17:00

Uhr
  • Oktober – April:
    Montag-Mittwoch: 9:00-12:00 Uhr und 14:00-16:00 Uhr
    Donnerstag: 9:00-12:00 Uhr und 15:00-18:00 Uhr
    Freitag: 9:00-12:00 Uhr
  • Mai – September:
    Montag-Freitag: 9:00-12:30 Uhr und 14:00-17:00 Uhr
    Donnerstag: 9:00-12:30 Uhr und 14:00-18:00 Uhr

Eintrittspreise


Einzelbesucher

11 €

Erwachsene
  • Schüler ab 16 Jahren, Studenten, Schwerbehinderte mit Ausweis, Mitglieder Freundeskreis, Meßkircher Bürger
    8 €
  • Kinder unter 16 Jahre
    6 €
  • Kinder unter 6 Jahre und Geburtstagskinder
    Eintritt frei
  • Familien mit eigenen Kindern von 6-15 Jahren
    23,00 €
  • Feierabendticket ab 16:30 Uhr
    5 €
  • Hunde dürfen mit auf das Gelände, müssen aber aus Sicherheitsgründen AN DER LEINE bleiben. Hundekot ist zu entfernen und in einer Plastiktüte im Müll zu entsorgen.

Jahreskarten

30 €

Erwachsene
  • Kinder bis 16 Jahre
    20 €
  • Familien mit eigenen Kindern von 6-15 Jahren
    60 €

Gruppen ab 12 Pers.

8 €

Erwachsene

Führungen

4 €

zusätzlich zum Eintrittspreis*
  • *ab 12 Personen (pro Person, zusätzlich zum Eintrittspreis)
  • unter 12 Personen (pauschal, zusätzlich zum Eintrittspreis)
    45 €

Küche

Auf unserem Marktplatz gibt es einen Gastronomie-Bereich. Hier kann man bei einer kleinen Mahlzeit (z.B. bei einem Bier und einem Flammkuchen) gemütlich den Handwerkern auf dem Abbundplatz beim Arbeiten zuschauen.

Speisekarte

Anfahrt

Der Campus Galli befindet sich im Süden Baden-Württembergs, ca. eine Autostunde entfernt von Friedrichshafen am Bodensee.

  • Hackenberg 92, 88605 Meßkirch
  • GPS-Koordinaten: 48.033°N, 9.109°E
  • Parkplätze gibt es direkt am Eingang
  • Buslinien: Regio Bus 600 täglich und stündlich zwischen Sigmaringen und Meßkirch, Bus 102 Sa/So und Feiertags
    Bus 642 ab April werktags
    Bus 643 Naturpark-Bus ab Mai / Sonn- und Feiertags
  • Biberbahn zwischen Stockach und Mengen ab Sommer 2021/Sonn- und Feiertags

weitere Informationen unter www.naldo.de und www.bodo.de