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Der Bau unserer Klosterscheune geht mit großen Schritten voran! In den kommenden vier Wochen wird es quasi täglich etwas Neues zu sehen geben.

Das Gebäude auf dem Scheunenplatz hat bereits Gestalt angenommen: Die acht großen Mittelpfosten stehen, die Seitenwände und die Dachkonstruktion sind zum Teil fertig und unsere Handwerker decken schon die zirka 500 Quadratmeter großen Dachflächen mit den zuvor in Handarbeit gebundenen Strohschauben. Drei Lagen Strohschauben sind nötig, damit wir ein wasserdichtes Dach bekommen und der Innenraum der Scheune später trocken bleibt. Schließlich möchten wir die Scheune unter anderem für Veranstaltungen und Aktionen nutzen, die auch bei schlechtem Wetter nicht ins Wasser fallen sollen.

Die Klosterscheune ist unser bisher größtes, geschlossenes Gebäude auf dem Gelände. Sie hat eine Grundfläche von etwa 240 Quadratmetern und ist 7,5 Meter hoch. Die Zimmermänner Andreas, Michael, Julian, Roman, Aurel und Nils, der Korbflechter Mario und Steinmetz Jens, sowie die Maurer Hansjörg und Andreas haben in den vergangenen Wochen viel geleistet, so dass wir vor Kurzem mit den Arbeiten auf dem Dach beginnen konnten.

Etwa 7500 Strohschauben werden für das Dach der Scheune benötigt. Parallel zu den Dachdeckerarbeiten wird daher direkt neben der Scheune weiterhin fleißig Stroh zu Seilen gedreht und zu Schauben gebunden. Ein gutes Drittel des Daches ist schon geschafft. Der hintere Teil des Gebäudes zeigt bereits deutlich, wie die fertige Scheune aussehen wird. Dort stehen die Wände aus Weidengeflecht und die Untermauerung der Schwellriegel mit Bruchstein, der zum größten Teil vom Gelände stammt, ist gemacht. Wo die Dachflächen geschlossen sind, geht es an die Feinarbeiten, wie das Verputzen der Wände mit Lehm. Im vorderen Teil der Scheune werden Sparren und Dachlattung angebracht, bevor es auch hier mit dem Dachdecken, den Weidengeflechtwänden, der Untermauerung der Schwellriegel und dem Lehmputz weiter geht.

Das emsige Treiben auf dem Scheunenplatz und die stetigen Fortschritte an der großen Scheune sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Es wird einige Zeit dauern, bis unsere Besucher die Bauphase des nächsten Gebäudes aus nächster Nähe mitverfolgen können. Zwar sind die Vorbereitungen für das kommende Bauprojekt, das Abtsnebenhaus, schon in vollem Gange, und doch werden die Besucher dann etwas völlig anders zu sehen bekommen. Während die Scheune fast ausschließlich aus Holz und Stroh gebaut wird, ist das Abtsnebenhaus als erstes Steingebäude auf dem Campus Galli geplant.

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