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Schon lange vor 16 Uhr warteten zahlreiche Besucher gebannt auf den Beginn des Richtfestes, für das auch Dokumentarfilmer Reinhard Kungel mit seinem Team angereist war und eigens einen Kamera-Kran aufgebaut hatte. Auch Bürgermeister Arne Zwick sowie Mitglieder der LEADER-Aktionsgruppe waren zu diesem Termin gekommen.

In ihren Ansprachen führten Geschäftsführer Dr. Hannes Napierala, Zimmerermeister Aurel von Schroeder und der 2.Vorsitzende des Freundeskreises, Siegfried Blust den Fest-Teilnehmern nochmals vor Augen, welche immense Gemeinschaftsleistung die Scheune bedeutet:

Die Handwerker hätten gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Helfern über Jahre hinweg Material vorbereitet und dieses Frühjahr mit dem Aufrichten des Gebäudes begonnen. Für die immense Dachfläche von etwa 500 Quadratmetern waren gut 7000 Schauben (speziell vorbereitete Strohbündel) nötig und etwa 1500 Meter Dachlatten aus kleinen Fichtenstämmen. Es waren etwa 700 Nägel aus Eichenholz geschnitzt worden um die Balken zu verbinden. Die Balken umfassten etwa 50 Kubikmeter Holz, das alles von Hand mit Äxten behauen wurde.

Es ist auch das erste Gebäude, das sich direkt vom St.Galler Klosterplan ableitet, und zugleich eines der größten Dächer die im Klosterplan dargestellt sind (wenn man von der großen Abteikirche absieht).

Zimmermeister Aurel von Schroeder: „Es war sicher eine kühne Entscheidung mit einem der größten Dächer anzufangen, aber dass es tatsächlich so wunderbar gelungen ist, gibt uns Selbstvertrauen für kommende Gebäude“.

Die Besucher durften im Anschluss an die Ansprachen dann auch zum ersten Mal die Scheune betreten und waren beeindruckt von der Größe! Die Besucher waren sich einig, dass das Gebäude von Innen noch viel eindrucksvoller wirkt als von außen. Für ein gelungenes Richtfest sorgten auch die Hirschbrauerei Wurmlingen und der Getränkehandel Bleile, die die Getränke spendierten.

Bauherr der Scheune ist der Freundeskreis Karolingische Klosterstadt e.V. Dieser hatte den Bau der Scheune als ELR-Förderprojekt (Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum) bewilligt bekommen. Die LEADER-Aktionsgruppe Oberschwaben hatte dafür mehr als 300.000€ bereitgestellt. Die Gesamtkosten der Scheune belaufen sich auf über 500.000€.

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