Wenige Wochen vor dem erhofften Saisonstart kam Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am vergangenen Freitag auf die Klosterbaustelle bei Meßkirch.

Anton Oschwald (1.Vorsitzender des Trägervereins) im Gespräch mit der Ministerin und der Abgeordneten Andrea Bogner-Unden. Im Hintergrund Bürgermeister Zwick.

Im Beisein der Landtags-Abgeordneten Andrea Bogner-Unden und Klaus Burger konnte sich die Ministerin ein Bild davon machen, wie die Saisonvorbereitungen auf dem Campus Galli laufen und was in den vergangenen Jahren bereits gebaut worden ist. Die Handwerker, die am Vorbau der Kirche arbeiteten, Stroh für das Strohdach aufbereiteten und in der Schmiede einen Riegel für den Paradiesgarten herstellten, konnten einen kleinen Eindruck dessen vermitteln, was den Campus während der Saison ausmacht. Für die Stadt Meßkirch und die Mitarbeiter von Campus Galli war der Besuch der Ministerin eine große Ehre. Eine kleine Delegation aus Bürgermeister, den ersten Vorsitzenden von Trägerverein und Freundeskreis, sowie der Geschäftsführer der Klosterbaustelle führten die Ministerin über das Gelände.

Sehr interessiert zeigte sich die Ministerin am didaktischen Konzept von Campus Galli sowie an der wissenschaftlichen Hintergrundarbeit. Sie sah hier zahlreiche Anknüpfpunkte an Themen und Aufgaben Ihres Ministeriums, und lobte die hohe Qualität des bereits Erreichten. Im Rahmen des Programms „Reallabor“ sieht Bauer Möglichkeiten einer langfristigen Zusammenarbeit. Sie begrüßte bereits bestehende Kooperationen u.a. mit der Universität Tübingen, und sieht großes Potential im Wissenstransfer zwischen Handwerkern und Wissenschaftlern.

Die Abgeordneten und die Ministerin zeigten sich erfreut darüber, dass man sich bei Campus Galli intensiv mit der Frage beschäftigt, wie die Infektionsgefahr auf dem Gelände für Besucher und Mitarbeiter möglichst gering gehalten werden kann. Dezente Absperrungen und „Einbahnstraßen“ sowie punktuell Maskenpflicht an der Kasse, in der Holzkirche und an der Essensausgabe hatten sich im letzten Jahr bewährt und sind auch für die Öffnung am 27.März vorgesehen. Einig waren sich alle darin, dass der Campus ausreichend Freiflächen bietet, auf denen ein angemessener Abstand zu anderen Personen leicht einzuhalten ist.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hatte im vergangenen Jahr entscheidend dazu beigetragen, dass die Klosterbaustelle „Campus Galli“ die Corona-Krise im Jahr 2020 finanziell bewältigen konnte. Aus dem Nothilfefonds für existenzbedrohte Kulturbetriebe flossen 146.000 € an den Verein „Karolingische Klosterstadt“, nachdem sich die Abgeordnete Bogner-Unden monatelang für das Projekt stark gemacht hatte.

Ob der Öffnungstermin wie geplant stattfinden kann, hängt weiterhin vom Infektionsgeschehen und den damit verbundenen Verordnungen ab.

 

Fotos: Ina Schulz

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