Kreuzgang wird errichtet

In den nächsten Tagen wird ein hölzerner Kreuzgang als Anbau der Holzkirche errichtet. Die Hölzer wurden in mehrwöchiger Arbeit vorbereitet, heute begannen Michael und Julian mit dem Vermessen und Markieren der genauen Position im Gelände. Unterstützt durch mehrere ehrenamtliche Helfer werden Löcher für die Pfosten ausgehoben, und auf dem Abbundplatz werden weiterhin Bohlen und Latten angefertigt.

Dann kann es mit dem “Richten” losgehen. So bezeichnen Zimmermänner das Aufstellen der  fertig vorbereiteten (“abgebundenen”) Hölzer. Es ist beim Bauen derjenige Abschnitt bei dem in kurzer Zeit sehr viel zu sehen ist, fast stündlich geht es voran. So können sich die Besucher in nächster Zeit auf deutliche Baufortschritte freuen. Sobald dann der Kreuzgang steht, ist der Nebeneingang der Kirche endlich zugänglich und so kann dann auch der dritte und letzte Abschnitt des Fußbodens eingebracht werden.

Den Kreuzgang darf man sich dabei nicht als geschlossenes Quadrat vorstellen, wie es bei der späteren Abteikirche einmal der Fall sein wird. Es ist vielmehr ein “L”, das einen überdachten Zugang für die Mönche dargestellt hätte und direkt in den Chorraum führt..

2 Comments

  • Sabine Junghans sagt:

    Wozu ein Kreuzgang, der eigentlich nirgendwo hinführt?
    Wieso gehen die Mönche bei eurer Kirche nicht einfach vorne rein???

    • Campus Galli sagt:

      Bei vielen frühen Kirchen, selbst kleinen Kirchen wie derjenigen von Molzbichl, die in vielerlei Hinsicht Pate für unsere Holzkirche stand, gibt es einen zweiten Eingang der direkt in den Chorraum führt.
      Der Kreuzgang, der zu diesem Eingang führt, ist außerdem ein Ort der Beratung und des Austauschs, deshalb die Bänke an der Seite. Der Kreuzgang führt dorthin, wo Glockenturm und Wohnhaus der Mönche entstehen werden, bzw. führt in die Richtung, wo das eigentliche Kloster entsteht, also Richtung Gärten… und nicht auf den Abbundplatz zu den Handwerkern.

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