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Im Scriptorium: Schrift und Schreiben im frühen Mittelalter

By 22/02/2022

30 April

Bis zur Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert konnten Bücher nur von Hand hergestellt werden. Jeder Schritt – von der Herstellung des Pergaments und der Tinte über das Schreiben selbst bis hin zum Binden des Buches – wurde manuell ausgeführt. Jedes Buch war ein Unikat. Wollte man ein zweites Exemplar eines Buches haben, musste es abgeschrieben werden – Wort für Wort oder nach Diktat, denn so konnten mehrere Exemplare eines Buches gleichzeitig entstehen. Schreibwerkstätten gab es lange Zeit vor allem in Klöstern.

Das Abschreiben der Bibel und anderer geistlicher Texte wie Gesangs- und Gebetsbücher war zum einen notwendig, galt aber zugleich auch als geistliche Übung für die Mönche und Nonnen. Die Arbeit war streng organisiert, da in der Regel viele Menschen an der Entstehung eines einzigen Buches beteiligt waren. Die Schreibwerkstoffe waren natürlicher Herkunft und stammten von Tieren und Pflanzen. Geschrieben wurde auf Pergament, das aus Häuten von Schafen, Rindern oder Ziegen gewonnen wurde. Zum Schreiben benutzte man Gänsefedern und die Tinte wurde meist aus Pflanzensäften angerührt. Mit dem Aufkommen der Universitäten ab dem 12. Jahrhundert wurde der Bedarf an Büchern so groß, dass auch in den Städten Werkstätten zur Buchherstellung und damit Zünfte wie Pergamentmacher, Buchbinder, Schreiber und Illustratoren entstanden.

Heute bietet sich auf dem Campus Galli die Möglichkeit, in eine klösterliche Schreibstube einzutauchen: Wie bereitet man die Pergamente vor? Wie stellt man Tinte her?

Nach dem Üben mit Wachstafel und Griffel kann man sich im Schreiben der karolingischen Minuskel mit dem Federkiel versuchen.

Details

Datum:
30 April
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Campus Galli
Hackenberg 92
88605, Meßkirch Deutschland
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Veranstalter

Campus Galli

2 Comments

  • Wolfgang Müller sagt:

    Hallo,

    wann und wo findet das denn statt?

    Mit freundlichem Gruß

    Wolfgang Müller

    • Campus Galli sagt:

      Die Veranstaltung läuft den ganzen Tag, Ort ist u.a. der „Alamannenplatz“ wo auch sonst die Museumspädagogik stattfindet. Wenn man vom Eingang zur Gallus-Eremitage läuft, kommt man direkt daran vorbei. Aber auch an anderen WErkstätten übers Gelände verteilt gibt es Aktionen zum Mitmachen. Kommt vorbei und lasst euch überraschen!

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