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Grubenbrand

By 29/04/2019

23 Mai

Am Donnerstag, 23. Mai, wird in der Töpferwerkstatt Tongeschirr gebrannt.

Diesmal wird wieder ohne Töpferofen gebrannt. Derartige Brennverfahren – Grubenbrand, offener Feldbrand, Haufenbrand, Meilerbrand – werden immer wieder auch für die Keramik des frühen Mittelalters angenommen.

Solche Techniken sind sehr alt, aber auch sehr anspruchsvoll. Denn anders als im Töpferofen, in dem Feuerung und Brennkammer getrennt sind, stehen die Gefäße mitten im Feuer, in direktem Kontakt mit dem Brennmaterial. So werden sie schnell und ungleichmäßig erhitzt, die Gefahr von Bruch ist groß.

Die Gefäße werden zunächst einige Stunden sehr behutsam und sorgfältig neben dem Feuer durchgetrocknet und vorgewärmt. Gegen Mittag werden sie dann von allen Seiten mit Brennholz umgeben und zu einem Haufen aufgeschichtet, der vorsichtig angezündet wird.

Es wird Holz nachgelegt und einige Stunden gebrannt. Wenn wir Gefäße rot glühen sehen, dann wissen wir, dass man die gewünschte Mindesttemperatur von 600 bis 700°C erreicht hat.

Der Brennstapel wird dann mit Erde abgedeckt, damit die Gefäße langsam abkühlen können, damit die Hitze länger gehalten wird, und weil der Sauerstoffentzug die Keramik etwas fester macht (Reduktion). Kommt durch die Erdabdeckung dennoch Sauerstoff an die Gefäße, entstehen lebhafte, gefleckte Farbgebungen, die an die Rakutechnik erinnern, aber gerade auch von archäologischen Funden bekannt sind.

Erst einen oder mehrere Tage später wird das Geschirr aus der Brenngrube herausgeholt (voraussichtlich am Freitag, 24. Mai).

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Datum:
23 Mai
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