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Diagnose am Knochen – Krankheit und gesundheitliche Versorgung im Frühmittelalter

By 12/07/2022

13 August

„Unser Leib ist anfällig für Leiden und vielerlei Krankheiten unterworfen“.

Mit Beginn der Sesshaftwerdung nimmt die Anzahl an Erkrankungen zu, da ein viel näherer Kontakt zwischen Mensch und Tier und innerhalb von menschlichen Populationen stattfindet. Aber was ist der Unterschied zwischen Pandemie, Endemie und Epidemie? Wie erkennt ein Anthropologe, ob ein menschlicher Überrest auf seinem Labortisch einst zu einem gesunden oder kranken Menschen gehört hat? Wie analysiert er oder sie die Körperhöhe, das Körpergewicht und auch den BMI an einem Skelett, um Aussagen über den einzelnen Menschen wie auch über eine größere Menschengruppe zu treffen? Wie stehen diese Daten in früherer Zeit im Vergleich zur heutigen Bevölkerung?

Thematisiert werden Krankheiten wie Pest, Lepra, Syphilis und viele weitere bakterielle sowie durch Viren übertragene Erkrankungen. Welche Rolle spielt dabei die Übertragung vom Tier auf den Menschen? Findet ein Anthropologe Hinweise auf eine medizinische Versorgung am menschlichen Skelettapparat? Kann er oder sie Hinweise auf das tägliche Verhalten und Arbeiten früherer Menschen bekommen? Fragen rund um Krankheit und Gesundheit werden an Skelettfunden von der Anthropologin Isabelle Jasch-Boley veranschaulicht und fachkundig erörtert.

Isabelle Jasch-Boley promoviert aktuell in Paläoanthropologie an der Universität Tübingen über die Siedlungsbestattungen von Lauchheim „Mittelhofen“ und arbeitet nebenbei als leitende Anthropologin bei ArchaeoConnect. Ihr Interesse gilt der Skelettanatomie, den anatomischen Varianten (Verwandtschaft zueinander), Krankheiten damals und heute, wie auch Mord und Totschlag der Lauchheimer Population.

 

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Datum:
13 August
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