Die Saison 2019 mit nahezu 92.000 Besuchern hatte uns vor Augen geführt, dass der Eingangsbereich einer Umgestaltung bedarf – unser stets wachsendes Projekt sollte auch hier eine Aufwertung erfahren, mit mehr Platz, mehr Informationen und einem schöneren Videoraum.

Bei der Planung kam uns ein glücklicher Zufall zu Hilfe: für einen Seminar-Pavillon auf der Bundesgartenschau wurde eine Anschlussnutzung gesucht. Die am Gebäude beteiligten Verbände waren von der Anschlussnutzung auf dem Campus begeistert. Zu unserer großen Freude erklärten Sie sich bereit uns den Pavillon kostenlos zu überlassen und uns bei der Finanzierung des Ab- und Aufbaus großzügig zu unterstützen.

Das Gebäude ist in Fertigbauweise konstruiert und kann entsprechend in relativ kurzer Zeit am Bestimmungsort errichtet werden – ideal in Anbetracht des begrenzten Zeitfensters, in dem vor der Saisoneröffnung entsprechende Arbeiten durchführbar sind (zum Beispiel frostfrei eine Bodenplatte gießen). Der Innenraum des Gebäudes mit fast 100 Quadratmetern Fläche ist außerdem ideal geeignet um verschiedene Funktionen zu kombinieren: Informationen für Besucher bereitstellen, einen Aufenthaltsraum schaffen, und zum Projekt passende Bücher, Produkte und Erinnerungsstücke anbieten.

Beginn der Bauarbeiten im Winter 2019/2020

Die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats begrüßten die klaren modernen Formen des Pavillons, weil dadurch kein Mittelalter suggeriert wird, das man durch die Kompromisse der modernen Nutzung zu sehr hätte „verbiegen“ müssen. Das Mittelalter soll auf die Klosterbaustelle beschränkt bleiben, und der Eingangsbereich in Zukunft weiter in Richtung moderner Formen umgestaltet werden. Als spannend in pädagogischer Hinsicht wird der Kontrast des rechtwinkligen Betons zu den „gewachsenen“ Holzbauten im Kern des Geländes gesehen: Die moderne Betontechnik ermöglicht das Gießen fast beliebiger Formen, die dann mit LKWs überall hin verbracht werden können. In der Vergangenheit gab die jeweilige Region das Baumaterial vor, woraus sich lokale Bautraditionen entwickelten (die heute verloren gehen). Dennoch spielen Architekten damals wie heute mit ähnlichen Formen, der Lichtgang des Pavillons hat durchaus Parallelen zum Kreuzgang eines Klosters.

Inzwischen sind die Baumaßnahmen abgeschlossen, das Jahr haben wir mit einigen Anstrengungen, etwas Glück und den Corona-Hilfen des Landes gut überstanden. Wir hoffen, dass wir das Gebäude zur Saisoneröffnung 2021 der Öffentlichkeit vorstellen und zugänglich machen können.

Wir bedanken uns für die großartige Unterstützung und die Kooperation!