Brot in allen Variationen war ein Grundnahrungsmittel der Karolingerzeit und auch noch weit darüber hinaus.

Bereits im 7.Jahrhundert beschreibt Bischof Isidor von Sevilla verschiedene Arten von Mehl – von der similia, dem einfachen Weizenmehl, bis hin zum pollines, dem “Staubmehl”. Daraus wurden Brot und sogar süße Backwaren hergestellt (dulcia). Die Bandbreite an Broten, die Isidor beschreibt, ist beeindruckend!:

Szene aus dem Utrechter Psalter: auf dem Tisch liegen u.a. zwei Brote

Szene aus dem Utrechter Psalter: auf dem Tisch liegen u.a. zwei Brote

Brot wurde “zu jedem Essen hinzugebracht”. Sklaven bekamen grobes Gerstenbrot, während in wohlhabenden Häusern das Sigileus aus feinem Weizenmehl gereicht wurde. Es gab Sauerteigbrot in verschiedenen Abstufungen bis hin zum Schwarzbrot, außerdem gebräuntes Brot und Brot das unter der Asche gebacken wurde.

“Unser täglich Brot…” ist also mehr als nur eine Metapher, Brot war in allen Bevölkerungsschichten das wichtigste Nahrungsmittel. Nasse Sommermonate wie der August 2014, wo große Teile der Getreideernte ausfielen, hätten früher unweigerlich zu einer Hungersnot geführt.

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