Eine einzigartige Zeitreise

Bauen wie vor 1200 Jahren.

Nehmen Sie sich Zeit

Die Uhr läuft hier langsamer und dennoch sind zwei Stunden schnell vorbei, es gibt viel zu sehen! Entlang des Rundwegs begegnen Sie den Werkstätten unserer Handwerker und unserer Landwirtschaft. Im zentralen Bereich des Geländes befinden sich der Abbundplatz und die Holzkirche, hier gibt es immer etwas Neues zu sehen! Nach und nach kommen weitere Baustellen hinzu, kein Besuch ist wie der andere!

Klicken Sie mit der Maus auf die im Plan verzeichneten Symbole und erkunden Sie schon einmal am Computer unser Gelände!


Bienenweide

Bienenweide

Die Bienenweide ist 2013 im Bereich zwischen der Kasse und Acker eingesät worden. Sie besteht aus einer Mischung von 60% Kulturpflanzen und 40% Wildarten.

Pfostenspeicher

Kleiner Sechs-Pfosten-Speicher für die Ernte und das Saatgut. Die Pfosten sind im Feuer geschwärzt, damit das im Boden steckende Holz nicht so schnell verrottet. Überreste solcher Speicher wurden zum Beispiel in Warendorf gefunden. Das Dach ist mit Stroh aus eigener Ernte gedeckt.

Acker

Acker

Zu einem Kloster im Mittelalter gehörte auch eine Landwirtschaft. Auch erhielt das Kloster Abgaben von den abhängigen Bauernhöfen (Hufen). Auf einem Hektar Acker wachsen hier in einer Drei-Felder-Wirtschaft diejenigen Pflanzen, die auch schon die Menschen des Frühmittelalters ernährt haben.

Schweine

Obwohl die Benediktsregel den Verzehr von vierbeinigen Tieren eigentlich untersagt, sind Schweine im Klosterplan vorgesehen. Darstellungen aus dem frühen Mittelalter zeigen langhaarige, hochbeinige Schweine. Unsere Schweine sind eine entsprechende Rückzüchtung, die als „Düppeler Weideschwein“ bezeichnet wird.

Weberei

Die auf dem Campus Galli verarbeitete Wolle stammt von Schafen aus der Umgebung. Sie wird hier gereinigt, gekämmt und versponnen. Das fertige Garn wird durch Nadelbinden zu Mützen, Socken und Handschuhen oder auf dem Gewichtswebrahmen zu Wolltuch verarbeitet. Die Herstellung von Kleidung war im Mittelalter aufwendig, Stoffe waren eine begehrte Handelsware.

Gallus Eremitage und Schreiner

Gallus-Eremitage

Die Eremitage wurde zum 1400-Jahres-Jubiläum der Ankunft des Heiligen Gallus in St. Gallen gebaut. Sie wurde auf Basis archäologischer und historischer Kenntnisse errichtet und soll zeigen, wie die Eremitenzellen ausgesehen haben könnten, in denen Gallus und seine Gefährten im Arboner Forst gelebt haben. Diese Eremitensiedlung bildete die Keimzelle, aus der das Kloster und später auch die Stadt St. Gallen entstanden. Nach Ende des Gallus-Jubiläums wurde die Eremitage dem Campus Galli geschenkt.

Töpfer

Der Töpfer stellt Krüge, Kannen und andere Aufbewahrungs- und Trinkgefäße für die anderen Mitarbeiter her. Er verwendet Ton der direkt bei uns auf dem Gelände zu finden ist. Der Brand geschieht im Töpferofen neben seiner Werkstatt, oder im Grubenbrand.

Schmied

Schmied

Der Schmied repariert und schmiedet in seinem Grubenhaus Werkzeuge und Beschläge für die Baustelle. Ein großer Teil des Werkzeugs kann hier hergestellt werden, jedoch wird auch handgeschmiedetes Werkzeug zugekauft. Im Halbdunkel seiner Werkstatt kann der Schmied die Farbe des glühenden Werkstückes und damit die Temperatur gut beurteilen.

Korbmacher

Korbmacher

Der Korbmacher stellt Körbe aus Weiden her. Sie werden für den Transport und die Lagerung von Lehm, Schutt, Wolle etc. gebraucht. Mitunter ist der Korbmacher auch auf dem Gelände unterwegs, um Wände und Zäune zu flechten.

Hühnerstall

Hühnerstall

Provisorischer kleiner Hühnerstall, der mittelfristig durch das runde Hühnerhaus des Klosterplans ersetzt wird. Die Hühner und der Hahn bewegen sich tagsüber frei auf dem Gelände und werden abends wieder eingesperrt. Die Tiere ähneln in ihrer Färbung den Hühnern des Frühmittelalters.

Färberin

Färberei

Die Wolle wird auf pflanzlicher Basis gefärbt. Viele Färberpflanzen werden auf dem Gelände gesammelt oder angepflanzt: Brennessel, Färberkamille, Haselnuss etc. Diese Pflanzen waren auch im frühen Mittelalter verfügbar.

Kräutergarten

Kräutergarten

Der Garten enthält Kräuter, die eine medizinische Wirkung haben. Sie alle sind im Klosterplan verzeichnet. Um die Zeit der Entstehung des Klosterplans verfasste der Reichenauer Mönch Walahfrid Strabo ein Lehrgedicht über Heilpflanzen („Hortulus“). Sein Pflanzenkatalog deckt sich weitgehend mit dem des Klosterplans. Neben dem Kräutergarten wird das Haus der Ärzte (domus medicorum) entstehen.

Wallhecke

Wallhecke

Die Wallhecke besteht aus zwei 50 Zentimeter tiefen Gräben und einem Wall von einem Meter Höhe mit einer Benjeshecke (Totholzhecke). Die Bauweise ist vergleichbar mit den Landwehren der früheren Zeit. Diese werden auch in den Kapitularien der Karolingerzeit erwähnt.

Alamannenplatz

An diesem Platz finden unsere museumspädagogischen Programme statt. Hier gibt es auch einen Lehmofen und eine Kochstelle, sodass im Rahmen der Programme auch das Mittagessen selbst zubereitet werden kann.

Bauplatz der Holzkirche – area ecclesiae ligneae aedificandae

Baubeginn war Anfang der Saison 2014, inzwischen ist das Dach fertig und die Wände sind weitgehend geschlossen, am Innenraum wird noch gearbeitet. Die Holzkirche ist das aktuell größte Gebäude auf dem Gelände.

Bienenstock

Bienen

Eine Bienenzucht ist zwar nicht auf dem Klosterplan verzeichnet. Aber wegen dem Wachs für die Kerzen und dem Honig als Süßstoff waren die Bienen sehr wichtig. In den Klotzbeuten leben Bienenvölker der friedlichen und wenig schwarmfreudigen Kärntner Biene (Carnica).

Ziegen

Ziegen und Schafe

Die Tiere lieferten den Mönchen u.a. Milch, Wolle und Pergament (die Haut der Tiere). Bei uns auf dem Gelände halten sie auch Unterholz und Unkräuter niedrig.

Schindelmacher

Schindelmacher

Der Schindelmacher schlägt oder spaltet die Schindel aus dem Holz. Hrabanus Maurus schreibt dazu: Scindulae eo quod scindantur, id est, dividantur (“Schindeln heissen so, weil sie gespalten, das heißt, abgetrennt werden“). Das Wort „Schindel“ stammt vom lateinischen „scindula“. Die Schindeln aus Fichte halten mehr als 25 Jahre, es wurden früher aber auch andere Hölzer wie z.B. Eiche, zu Schindeln verarbeitet. Im Mittelalter waren Schindeln auch Abgaben an Klöster. Für das Dach, das den Werkplatz des Schindelmachers auf dem Campus Galli schützt, wurden rund 1500 Schindeln gebraucht.

Drechsler

Drechsler

Die karolingischen Buchmalereien zeigen oft Möbel mit denselben Formen wie die der gedrechselten Möbel der Merowingerzeit, die u.a. in den Gräbern von Oberflacht gefunden wurden. Der Drechsler auf dem Campus Galli stellt mit der Wippbogen-Drechselbank aus frischem Holz Schüsseln, Werkzeugstiele und Möbel her.

Hülbe
Markt

Markt

Der zentrale Platz, auf dem die Besucher sich mit Essen und Trinken versorgen können. Er bietet neben einigen Verkaufsständen, an denen Andenken verkauft werden, und einer modernen Toilette einen Blick auf den Bauplatz der Kirche und den Abbundplatz.

Abbundplatz

Der Abbundplatz

Die Holzarbeiter schlagen mit Äxten aus den runden Baumstämmen Balken und stemmen die Holzverbindungen. Hrabanus Maurus: Trabes autem sunt, cum sunt dolatae („Balken nennt man sie, wenn sie mit der Axt behauen wurden“).

Steinmetz

Steinmetz

Der Steinmetz zerkleinert und behaut die Steine, so dass sie für Fundamente und Mauern gebraucht werden können. Für Reliefs und feinere Arbeiten kann der lokale Kalkstein nicht verwendet werden, da er teilweise zu porös ist oder glasig und unregelmäßig bricht. Die Altarplatte der Holzkirche fertigte der Steinmetz aus Sandstein.

Bauplatz der Scheune

Obstgarten/Friedhof (im Bau)

Die Umfriedung des Obstgartens, der im Klosterplan auch als Friedhof dient, wurde 2015 beim Steintreffen der Wandergesellen begonnen. 2017 soll die Mauer fertiggestellt werden.

Gemüsegarten

Gemüsegarten (im Bau)

Der Gemüsegarten wurde zu Beginn des Projekts neben dem Acker realisiert und soll 2017 an seinem endgültigen Platz neben dem Obstgarten entstehen. Auf 18 Beeten werden Würzkräuter und Gemüsesorten nach den Beschriftungen des Gemüsegartens des Klosterplans angebaut.

Seilmacher

Seilmacher

Die Seile werden von Hand gedreht, ohne ein spezielle Gerät oder Werkzeug. Das Rohmaterial kann alles sein was lange Fasern hat: Bast, Brennnesseln, Disteln oder auch Haare. Das bei uns am meisten verwendete Material ist Bast.

Gruppenangebote und Führungen Hier entlang!

Saison 2017 ist vom 01.April bis 05.November

ÖffnungszeitenSaison ist vom 01.April bis 05.November

10:00 - 18:00

Uhr
  • Montag: Ruhetag (Ausser Feiertags)
  • Dienstag: 10:00 – 18:00 Uhr
  • Mittwoch: 10:00 – 18:00 Uhr
  • Donnerstag: 10:00 – 18:00 Uhr
  • Freitag: 10:00 – 18:00 Uhr
  • Samstag: 10:00 – 18:00 Uhr
  • Sonntag: 10:00 – 18:00 Uhr

Information und BuchungTel. 07575/206-47

09:00 - 16:00

Uhr
  • Oktober – April:
    Montag-Mittwoch: 9:00-12:00 Uhr und 14:00-16:00 Uhr
    Donnerstag: 9:00-12:00 Uhr und 15:00-18:00 Uhr
    Freitag: 9:00-12:00 Uhr
  • Mai – September:
    Montag-Freitag: 9:00-12:30 Uhr und 14:00-17:00 Uhr
    Donnerstag: 9:00-12:30 Uhr und 14:00-18:00 Uhr

Eintrittspreise


Einzelbesucher

9

Erwachsene
  • Schüler ab 16 Jahren, Studenten, Schwerbehinderte mit Ausweis, Mitglieder Freundeskreis, Meßkircher Bürger, sonstige Rabattaktionen
    7 €
  • Kinder unter 16 Jahre
    6 €
  • Kinder unter 6 Jahre
    Eintritt frei
  • Familien mit eigenen Kindern von 6-15 Jahren
    21,50 €
  • Feierabendticket ab 16 Uhr
    5 €
  • Hunde dürfen mit auf das Gelände, müssen aber aus Sicherheitsgründen (Ochsen!) AN DER LEINE bleiben. Hundekot ist zu entfernen und in einer Plastiktüte im Müll zu entsorgen.

Jahreskarten

30

Erwachsene
  • Kinder bis 16 Jahre
    20 €
  • Familien mit eigenen Kindern von 6-15 Jahren
    60 €

Gruppen ab 12 Pers.

8

Erwachsene
  • Schüler/Kinder
    5,50 €

Führungen

3

zusätzlich zum Eintrittspreis*
  • *ab 12 Personen (pro Person, zusätzlich zum Eintrittspreis)
  • unter 12 Personen (pauschal, zusätzlich zum Eintrittspreis)
    35 €

Küche

Auf unserem Marktplatz gibt es einen Gastronomie-Bereich. Hier kann man bei einer kleinen Mahlzeit (z.B. bei einem Bier und einem Flammkuchen) gemütlich den Handwerkern auf dem Abbundplatz beim Arbeiten zuschauen.

Speisekarte

Anfahrt

Der Campus Galli befindet sich im Süden Baden-Württembergs, ca. eine Autostunde entfernt von Friedrichshafen am Bodensee.

  • Hackenberg 92, 88605 Meßkirch
  • GPS-Koordinaten: 48.033°N, 9.109°E
  • Parkplätze gibt es direkt am Eingang
  • Buslinien: 102 (ab 01. April samstags und sonntags) und 642 (ebenfalls ab dem 01. April werktags)